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Rasant wachsende Datensätze und Potenzial, das viele Unternehmen für sich bisher nicht nutzen

13. September 2019

Im digitalen Zeitalter hinterlassen wir mittlerweile bei (fast) jeder Online-Aktivität Spuren. Sei es der Like eines Facebook-Posts, die Buchung des Wochenendtrips auf einem Hotelportal oder das schnell geshoppte Paar Sneakers– oder viel präziser ausgedrückt, fast unvorstellbare Mengen an Daten. Dieses immens wichtige Potenzial der Digitalisierung können viele deutsche Unternehmen für sich bisher doch nur unzureichend ausschöpfen. 

Wie Datensätze im digitalen Zeitalter entstehen

Die fortschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen erzeugt Datenbestände, die mit dem gewöhnlichen Horizont für Mengenbegriffe nur schwer zu fassen sind. Im Jahr 2018 wurden weltweit 33 Zettabyte (eine Zahl mit 21 Nullen) Daten erzeugt – Tendenz stark steigend. Erklären lässt sich dieser explosionsartige Anstieg in mehrfacher Hinsicht. Zum einen treiben datenbasierte Technologien und die Industrie 4.0 die Bestände in die Höhe, zum anderen erzeugt jeder Klick im Internet Daten. Immer mehr Menschen haben zuverlässigen Zugang zum Internet und greifen durch Smartphones dauerhaft darauf zu, was diesen Trend begünstigt. Diese Daten werden mittlerweile von vielen Betreibern und Hosts zentral gespeichert und zur Analyse bereitgestellt. 

Das der richtige Umgang mit diesen entstandenen Datensätzen immenses Erfolgspotenzial birgt, illustrieren folgende Fälle beispielhaft. Durch die kritische Auswertung von Daten können Online-Händler vorhersagen, wann welcher Artikel erfahrungsgemäß am stärksten nachgefragt ist und ermöglichen damit die Einsparung von Fehlbestellungen und Lagerkapazitäten. Auch können Kosten für die Produktion überflüssiger Güter gesenkt werden, was die Wachstums- und Umsatzsteigerung direkt positiv beeinflusst. 

Gründe für nicht genutzte Datensätze

Es liegt auf der Hand, dass entsprechende Auswertung von Big Data Vorteile mit sich bringen und neben der Reduzierung von Verlusten zur positiven Gewinnsteigerung führen können. Nach Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft führen dennoch bisher lediglich etwa 8% der deutschen Unternehmen Big-Data-Analysen durch, wobei sich mit 46% fast die Hälfte der Unternehmen noch gar nicht mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Weit abgeschlagen sind hierbei vor allem die Industrie-, Metall- und Elektroindustrie, die Auswertung von Big Data zu maximal rund 20% nutzen. Vorreiter bleibt die Medien-, Informations- und Kommunikationsbranche, in der rund ein Drittel der Unternehmen ihre Daten auswerten. Das mindestens 60% der Branchen, solche Auswertungen bisher nicht realisieren, veranschaulicht das Ausmaß des bisher ungenutzten Potenzials. 

Die Hauptursache für ungenutzte Möglichkeiten ist hierbei der Fachkräftemangel. Rund 60% der Unternehmen in Deutschland sind überhaupt in der Lage entsprechende Analysen durchzuführen. 

Welche Maßnahmen ergriffen werden können

Neben der langsam wachsenden Sensibilisierung für das komplexe Thema Big Data und der damit einhergehenden Erkenntnis, dass ausbleibende Analysen von großen Datenbeständen mittelfristig zu Wettbewerbsnachteilen führen, stellt sich die Frage nach der Beschaffung geeigneten Personals. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen, die sich am wenigsten mit der Auswertung von Daten auseinandersetzen, haben im „War for Talents“ das Nachsehen. Dieser Aspekt unterstreicht die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt. 

Personalberatungen, die mit qualifizierter Expertise und Active Sourcing auf Kandidaten zugehen, sind im Zeitalter der datengetriebenen Prozesssteuerung eine der effizientesten Lösungen, um im Wettbewerb mit den Big Playern weiter bestehen zu können.

Quellen

https://www.iwd.de/artikel/big-data-neuland-fuer-viele-unternehmen-438143/

https://www.abendblatt.de/hamburg/article226862599/Thomas-Straubhaar-ueber-Big-Data-Big-Business-Big-Brother.html

 

Ansprechpartner

Josef Günthner

Co-founder & Managing Director

+49 (0) 40 180 241 180

contact@paltron.com

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