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Personaler in die Führungsebene

Can Ulusoy

25. June 2019

Der Personalbranche steht ein Jahr voller Herausforderungen bevor

Für Wirtschaft und Personaler steht das Jahr 2019 ganz im Zeichen der digitalen Transformation und dem damit einhergehenden Fachkräftemangel. Die Themen, die schon im vergangenen Jahr von hoher Relevanz waren, bleiben somit auch in diesem Jahr hoch aktuell und werden sich sogar noch zuspitzen.

“Active Sourcing” statt Ads und Jobbörsen
Der Kampf um digitale Talente, der “War for Talents”, wird 2019 noch härter – und dies hat Auswirkungen auf die Art und Weise, wie Unternehmen passende Fachkräfte finden werden. IT-Experten haben es längst nicht mehr nötig, sich aktiv auf Stellen zu bewerben, da sie davon ausgehen können, dass Arbeitgeber auf sie zukommen. Für Unternehmen wird es also immer schwerer werden, über Jobanzeigen geeignete Kandidaten zu finden. Aus diesem Grund müssen Personaler verstärkt aktiv nach passenden Fach- und Führungskräften suchen müssen um ihre Vakanzen zu besetzen. Bei dieser auch als “Active Sourcing” bekannten Vorgehensweise, kommt es insbesondere auf gute Vernetzung, genaue Jobprofile und eine persönliche Ansprache an.

Ohne Personal-Strategie geht nichts
Um Unternehmensziele zu erreichen, ist fachkundiges Personal unabdingbar – auch und gerade im Bereich der Digitalisierung. Da Verfügbarkeit und Ressourcen in Sachen Personal knapp sind, bedarf es einer durchdachten HR-Strategie, wie entsprechende Mitarbeiter gefunden, engagiert und eingesetzt werden können und sollen. Da sich die Suchzeiten für passende Kandidaten erhöhen, muss diese Planung zudem früher und genauer als in der Vergangenheit erfolgen. Dies bedeutet auch, dass HR-Chefs in Zukunft vermehrt ins Top-Management integriert werden müssen. Gemeinsam mit CEOs, CDOs und CFOs können sie die Marschrichtung in Sachen Personal- und Einstellungspolitik strategisch erarbeiten. Auf der anderen Seite werden auch die Fachabteilungen sich stärker in den Recruitingprozess involvieren müssen. Gute Bewerber sind zunehmend nur noch durch gute Fachgespräche auf Augenhöhe von einem Job zu überzeugen.

HR-Multitalente sind gefragt
Neben Ausbildung einer strategischen Denk- und Handlungsroutine wird sich die Arbeit von Recruitern weiter diversifizieren. Besonders im Zuge von Active Sourcing müssen sich Personalabteilungen daran gewöhnen, mehr und besser ausgestaltete Wege im Aufspüren und Engagieren von Fachkräften zu gehen. Hierfür ist eine holistische Herangehensweise, die verschiedene Kommunikationskanäle umfasst unabdingbar. Dies bestätigen zum Beispiel Monster Deutschland und die Universität Bamberg mit ihren gemeinsam erarbeiteten Anforderungen an “Recruiter von morgen”: deren Arbeit umfasse Marketing, soziale Medien, Performance Management, Networking sowie die Anwendung mobiler Technologien.

Schlechte “Candidate Experience” wird zum Recruiting-Killer
Besonders kleine und mittelständische Firmen, die den digitalen Wandel meistern müssen, stehen vor einem Dilemma: Einerseits befinden sie sich im “War for Talents” in einer finanziell nachteiligen Position gegenüber den “Big Playern”. Andererseits können sie diese Nachteile oft nicht entsprechend mit potenten, aber kostspieligen Personalabteilungen ausgleichen. Daher laufen gerade sie Gefahr, Jobkandidaten eine schlechte “Candidate Experience” zu liefern, also einen unzufriedenstellenden Bewerbungsprozess. Besonders wenn im Recruiting ungeübte Fachabteilungen ihre Kandidaten selbst suchen müssen, ergeben sich oft langwierige Bewerbungsprozesse, in denen wenig mit den Kandidaten kommuniziert wird. Darum gilt: Kommunizieren, informieren und den persönlichen Kontakt zum Kandidaten pflegen. Hilfreich seien außerdem Plattformen zur Arbeitgeberbewertung, wie etwa kununu. Hier können auch auch kleinere mittelständische Unternehmen punkten und Nachteile in der Markenbekanntheit mit guten Bewertungen durch Arbeitnehmer ausgleichen.

Ansprechpartner

Josef Günthner

Co-founder & Managing Director

+49 (0) 40 180 241 180

contact@paltron.com

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